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Was @tarzun sagt.

Tarzun hat Recht, wenn er sagt, dass wir aufhören müssen, Politik zu spielen.

  • Unser größte Problem sehe ich derzeit darin, dass Piraten nach außen hin nicht deutlich, erkennbar und verständlich kommunizieren, was sie alles erreichen wollen. Klar, aus der Innensicht gibt es dieses schöne Gefühl von „ist doch klar, was richtig ist“. Aber das hat da draußen leider niemand. Von den 62 Mio. Wahlberechtigten spürt das praktisch keiner.
  • Genau so schlimm ist, dass wir auch intern in vielen praktisch allen Bereichen eben noch nicht (oder nicht mehr) auf ein „ist doch klar, was richtig ist“-Gefühl bauen können, weil es mittlerweile so viele unterschiedliche Strömungen und Gruppierungen bei den Piraten gibt. Bevor wir nach außen klar sagen können, was wir wollen, müssen wir uns intern einig sein. Auch wenn das manchen weh tun und andere gar vergrätzen mag. Wir brauchen klare Standpunkte. Sonst wird es nichts mit dem relevanten Bruchteil der 62 Mio.
  • Noch ein Problem sind unsere Strukturen, oder vielmehr das Fehlen derselben. Diese erlauben es anscheinend jedem, sein Gesicht in jede willige $Fernsehkamera zu halten und zu erzählen was er so denkt, egal wie verquer es ist, und das ganze dann auch noch als hochoffizielle Piratenmeinung zu verkaufen.
    Aber bewahre Gott, dass ein gewähltes Vorstandsmitglied einmal Meinung äußert! Wozu wählen wir die denn? Wenn die nichts weiter als ein hoch entwickeltes, interaktives Parteiprogramm sein sollen, könnten wir uns den Vorstand doch eigentlich auch sparen.
    In so manchem Fall habe ich mir schon gewünscht, so ein Parteiausschlussverfahren wäre kein so großes Ding und könnte zügig über die Bühne gehen, wenn schwer satzungsschädigendes Verhalten nachgewiesen wurde.
    Warum nutzen wir das nur nicht konsequent?
  • Zu guter Letzt ärgert mich auch, dass Leute, die nicht einmal Mitglied in der Piratenpartei sind – oder ihren Beitrag (noch?) nicht gezahlt haben – uns in der Arbeit mit Struktur-$foo aufhalten. „Erzähl‘ das Deiner Kaffeemaschine oder zahl‘ Deinen Beitrag“ ist alles was mir dazu einfällt.
    Um Missverständnisse zu vermeiden: Ich freue mich sehr über jeden Menschen der sich bei der politischen Arbeit der Piraten beteiligt. Aber auf die Bremser würde ich trotzdem gerne verzichten.

„Was tun?“ sprach Zeus

  1. Um klare Positionen nach außen hin zu kommunizieren müssen wir sie kennen. Lies doch zur Abwechslung auch mal Dein Parteiprogramm! Und wenn Dir nicht passt, was Du da liest? Versuche es mit Punkt 5 oder 6!
  2. Zahl Deinen Beitrag!
  3. Hilf mit beim Bundestagswahlkampf! Ja, auch da draußen, auf dem Marktplatz, wo es kalt ist.
  4. Wo wir wirklich noch keine Position haben, entwickle selbst eine Position! Mach es im Team! Bereite sie für den nächsten Parteitag als Antrag vor! Das darfst Du!
  5. Wenn wir in einem Punkt eine Position haben, die Dir nicht gefällt, dann mach einen Gegenvorschlag und bringe den zum Parteitag als Antrag ein! Versuche in der Partei eine Mehrheit für diese Position zu finden!
  6. Wenn Dir viele Positionen in unserem Parteiprogramm nicht passen, und Dir der Parteitag auch noch sagt, dass wir diese Positionen nicht ändern wollen – egal wie dumm sie Dir vorkommen – dann überlege Dir doch, ob es nicht eine besser geeignete Partei für Dich gibt!

One Response to “Was @tarzun sagt.”

  1. 1
    Konstantin:

    Der @ennolenze hat das hier nochmal viel klarer gesagt. http://ennolenze.de/warum-die-piraten-unwahlbar-sind/845/

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...nutze ich als Privat­person um mich über meine persönlichen Ansichten mit anderen auszu­tauschen, um persönliche Erfahrungen zu teilen oder diese zu reflektieren.
In meinem Referendariat habe ich begonnen, dieses Blog als Portfolio meiner Aus­bildung nutzen. Auch nach meinem Referendariat möchte ich mein Portfolio hier im Blog fortführen.
Ich freue mich über interes­sierte Leser und interes­sante Kom­mentare oder Diskus­sionen. Da ich in diesem Blog als Privat­person auftrete bevorzuge ich hier ein freund­liches, gegen­seitiges Du.

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