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Kleines Glück

Neulich auf dem Weg zum Bus begegnete ich wieder einmal dem kleinen Glück. Ich erschrak, denn es sah Mitleid erregend aus. Ganz blass, mit erschöpftem Blick und hängenden Schultern stand es vor mir. „Nein, es geht mir nicht gut“, sagte es leise und ging seines Weges. So begann ich zu schreiben…

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Hommage an das kleine Glück
Denn es ist immer und überall
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Ein sonniger Tag, trotz schlechter Wettervorhersage. Genau das richtige Geschenk für eine Freundin entdecken. Eine Fremdsprache lernen. Meeresrauschen und eine leichte Brise. Ein interessantes Gesicht studieren. Ein lustiger Versprecher.

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Sich begeistern lassen. Jemanden für etwas begeistern. Sich von guten Wünschen begleitet wissen. Beim Fahrradfahren Rückenwind haben. Der Duft im Freien getrockneter Wäsche. Mit den Fingern essen. Den Wohnungsputz hinter sich haben.

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Zu einer Erkenntnis gelangen. Von Kaffeeduft geweckt werden. Eine lange heiße Dusche nach dem Sport. Ein Moment zufriedener Müdigkeit. Etwas als erledigt abhaken. Ein Fahrstuhl, der schon da ist. Ein Blumenstrauß auf dem Küchentisch.

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Über leise knarrende Holzbohlen gehen. Die Stunden bis zu einem Wiedersehen zählen. Heiße Sonnenstrahlen auf dem Rücken spüren. Ein unerwarteter Anruf eines Freundes. Jemandem von Herzen danken. Warmen Sand durch die Finger rieseln lassen.

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Vor Lachen für einen Augenblick die Fassung verlieren. Ein frisch bezogenes Bett. Eine Sternschnuppe sehen. In einer heiklen Situation die richtigen Worte finden. Mit Anlauf über eine vereiste Straße glitschen. Eine gute Nachricht verbreiten. Auf einer Parkbank sitzen.

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Noch staunen können wie ein Kind. Eine gelungene Äußerung auf Spanisch. Vogelgezwitscher im März. Jemanden zum Lachen bringen. Das gefühlte Lebensalter herunterschrauben. Beim Autofahren laut singen. Kerzenlicht im Dezember. Feierabend.

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Bei Regenwetter einen guten Tierfilm sehen. Ein inspirierender Gedanke. Geschichten sammeln. An einem Fettnäpfchen vorbeitreten. Flirten. Eine neue Lieblings-CD wieder und wieder hören. Einem Straßenmaler über die Schulter schauen.

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Über das Verhalten pubertierender Kinder lächeln. Die Gedanken schweifen lassen. Eine schöne Aussicht. Unter freiem Himmel schlafen. Jemandem Zeit schenken. Eine amüsante Anekdote zum Besten geben. Das eigene Bett. Ein klärendes Gespräch.

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Eine Serie guter Lieder auf der Tanzfläche. Keinen Heuschnupfen haben. Geräuschvoll durch knöchelhohes Laub stapfen. Sonnenblumen. Albern sein dürfen. Eine wohltuende Massage. Eine Kanne duftender Chai mit frischer Milch vom Bauern.

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Ein vertrautes Gesicht in der Menge erblicken. Die Wärme eines Kachelofens. Einem Freund einen Gefallen tun können. Lebensträume pflegen. Lebenspläne schmieden. An einen windgeschützten Platz ein paar sonnige Winterminuten genießen.

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Sich beim Sport verausgaben. Der Geruch nach einem Sommerregen. Zeit haben. Hilfe beim Einkaufstaschen Hochtragen. Ein kurzer, amüsanter Wortwechsel im Fahrstuhl. Einen guten Film im Kino sehen. Sich auf die Zukunft freuen. Sich zuhause fühlen.

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Grillenzirpen in einer lauen Sommernacht. In einer Schaukel sitzen. Eine Freundin, die die Daumen drückt. Ein kniffliges Rätsel gelöst haben. Die Vorfreude auf eine Reise. Einen Heißluftballon am Himmel entdecken. Angekommen sein, bevor es anfängt zu regnen.

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Ein Quäntchen Glück im richtigen Moment. Eine kleine Ewigkeit in einem Antiquariat herumstöbern. Besuch bekommen. Sich an frisch geputzten Fenstern erfreuen. Ein perfektes Frühstücksei. Ein klarer Sternenhimmel. Einander wortlos verstehen.

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Den Geruch eines Babys riechen. Den Tücken des Computers gewachsen sein. Mit einer schlagfertigen Antwort kontern. Im Meer schwimmen. Verliebt sein. Ein freundlicher Gruß. Der Duft von frisch gemahlenem Kaffee. Den Abwasch erledigt haben.

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Nachts bei Neuschnee einen Schneemann bauen. Eine glitzernde Wasseroberfläche. Ein anerkennendes Nicken empfangen. Jemanden überraschen. Mit einem Füller schreiben. Ein Feuerwerk anschauen. An eine Idee glauben. Sein Lieblingsessen serviert bekommen.

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Eine Wiese mit Krokussen. Ein leidenschaftlicher Kuss. Die Fahrradreparatur alleine bewerkstelligen. Ein Augenblick der Ruhe und Besinnung. Auf kurvigen Landstraßen Motorrad fahren. Ein Saunatag im November. Ein Eishockeyspiel live sehen.

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Auf einen Kirchturm steigen. Sich gesund fühlen. Einer Hummel beim Nektar sammeln zusehen. Sich an etwas längst vergessen Geglaubtes erinnern. Einen lieben Menschen in den Arm nehmen. Einen ungewöhnlichen Stein finden. An einem Lagerfeuer sitzen.

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Die fertige Einkommensteuererklärung beim Finanzamt in den Briefkasten werfen. Sich in einem Gipfelbuch verewigen. Nach einem anstrengenden Tag die Wohnungstür erreichen. Kindern beim Spielen zusehen. Eine Einladung zum Grillen. Wissen, wer man ist.

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Eine Abkürzung entdecken. Einen sinnstiftenden philosophischen Gedanken verstehen. Spüren, wie sich beim Schmunzeln die Mundwinkel nach oben ziehen. Von jemandem ins Vertrauen gezogen werden. Die Zeit verplaudern. Freude am Lernen empfinden.

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Ein bunter, von der Sonne angestrahlter Herbstwald. Zug fahren. Eine Hand halten. Den Worten eines charismatischen Redners lauschen. Urlaubsfotos vom Entwickeln abholen. Enten füttern. Einem verirrten Passanten den Weg erklären. Frische Kräuter.

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Sich hinlegen und der Müdigkeit nachgeben. Ein Zwei-Minuten-Plausch im Bus. Beim Augenaufschlagen in einen sonnig-blauen Himmel blicken. Ein Augenzwinkern. Hunger und Durst sofort stillen können. Der liebenswerte Geruch eines alten Buches.

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Einen zufriedenstellenden Kompromiss finden. Den Moment genießen, in dem sich Sorgen oder Ängste als unbegründet erweisen. Eine Scheibe frisches gutes Brot mit Butter. Die ersten grünen Bäume und Sträucher im Frühling. Einen gelungenen Artikel schreiben.

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Eine überraschend niedrige Telefonrechnung. Sich wie ein Teenager benehmen. Eine Kerze für jemanden anzünden. Sich von einem Lachen anstecken lassen. Etwas lange nicht Verstandenes plötzlich verstehen. Eine kleine Verrücktheit unternehmen.

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Ein heißer Kakao nach einem Schlechtwetterspaziergang. Im Februar bemerken, dass die Tage wieder länger werden. Ein Zitat, das die Seele erfreut. Einem anderen die Tür aufhalten. Sich auf einer Erdbeerplantage sattessen.

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Einen Freund am Bahnhof abholen. Am Bahnhof abgeholt werden. Orte der Kindheit aufsuchen. Tagträumen. Stillhalten, wenn sich ein Vogel ganz dicht neben einem niederlässt. Hingebungsvolles Nichtstun. Einen Sitzplatz bekommen. Muscheln sammeln.

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Einem sympathischen Menschen lange in die Augen schauen. Positiv denken können. Einen Autor für sich entdecken. In ein leeres, wellenfreies Schwimmbecken springen. Orte und Gewohnheiten finden, die sich nicht verändert haben. Plötzchen backen im Advent.

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Am Elbstrand den großen Containerschiffen nachblicken. Schreiben ohne Zeitdruck und Vorgaben. über den Flohmarkt bummeln. Eine lustige E-Mail erhalten. Beim Flugzeugstart in den Sitz gedrückt werden. Einen handgeschriebenen Brief bekommen.

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Wasser aus einem Gebirgsbach trinken. Grundlos übermßtig sein. Live-Musik hören. Mit einem Fremden ins Gespräch kommen. Durch Rapsfelder spazieren. In ein warmes Bett kriechen. Sein kännen, wer man ist. Freundliche Nachbarn. Mit Worten jonglieren.

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Den Lieblingspulli anziehen. Die Hand über ein schönes Möbelstück gleiten lassen. Genussvoll frische Luft einatmen. Ohne Tippfehler blind auf der Tastatur schreiben können. Die Luft nach einem reinigenden Gewitter. Ein Eichhörnchen in der Stadt.

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Auf dem Wochenmarkt ohne Zeitdruck einkaufen gehen. Die neuen Triebe der Zimmerpflanzen betrachten. Sich mit jemandem gemeinsam freuen. Das erste Mal wieder auf dem Balkon lesen. Ein Sommer ohne Mückenstiche. Ein Lied singen.

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Im Straßenverkehr auf der grünen Welle fahren. Freudige Aufregung im Bauch spüren. Urlaubspläne schmieden. Mit dem Rucksack unterwegs sein. Einem höflichen Menschen begegnen. Sich in die Bettdecke einrollen. Ein Schnäppchen machen.

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Durch Glasscherben fahren, ohne anschließend einen Platten zu haben. Ein Busfahrer, der für einen Zuspätgekommenen die Tür noch einmal aufmacht. Ein kleines Lob empfangen. Ein Buch nicht aus der Hand legen können. Alte Fotos ansehen.

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Eine kleine Kinderhand, die sich vertrauensvoll in eine große Hand schiebt. Einem kleinen Kind zusehen. Etwas Leckeres essen, ohne an die Kalorien zu denken. Eine Rosenblüte. Sich ermattet aneinander kuscheln. Das Lächeln in ihren Augen, wenn ich wach werde.

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Beim Joggen plötzlich die Idee für ein neues Kunstobjekt zu bekommen. Bei der Erstellung eines Kunstobjektes spüren, wie das Herz lacht. Mit einem Hund spielen. Bei schlechtem Wetter in den Wolken meine Lieblingstiere erkennen.

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Einen Grünspecht üglük glük glükü rufen hören. Meinem Kater beim Spielen zuschauen, wie er sich auf dem Rücken hin und her rollt mit allen vier Pfoten in der Luft. Hunde, die miteinander auf dem Rasen herumtoben. Das Geräusch ans Ufer schlagender Wellen.

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Einen leckeren Erdebeerkuchen für Freunde backen. Gemütlich mit Freunden am schön gedeckten Tisch ein selbst gekochtes Essen genießen. Eine Ampel, die auf grün springt, wenn ich komme. Einen Regenbogen betrachten. Barfuß durchs Wasser laufen.

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Sommerliche Nachtluft, die mir nachts beim Nachhausefahren auf dem Fahrrad ins Gesicht bläst. Eine freie Bahn im Schwimmbad. Eine zärtliche Berührung. Ein Glückspfennig an der Supermarktkasse. Beim ersten Schneefall mit der Bettdecke am Fenster sitzen.

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Mit jemandem einen Kaffee trinken gehen, denn man zufällig getroffen hat. Eine dicke weiße Schneedecke, die alle Geräusche verschluckt. Das Gefühl, das gemacht zu haben, was man wirklich wollte. Vor Begeisterung funkelnde Augen. Ein freundliches Wort.

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In die heiße Wanne steigen, wenn man friert. Sich mit dem Lieblingsparfüm einsprühen. Vom morgendlichen Vogelkonzert geweckt werden. Aus dem Alptraum erwachen. In die Wirklichkeit zurückgeholt werden. Der Seeadler vor meinem Küchenfenster.

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Der kleine flatternde Vogel, der durch das Gitter findet und mich auf meinem Krankenbett besucht. Die heiße Dusche und der dampfende aromatische Kaffee nach dem Stromausfall. Ein Topf Wasser zum Waschen nach drei Tagen Staub im Outback.

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Der gezogene Splitter. Beim Joggen den Wind um die Nase spüren. Rosenduft in der Luft. Der kreisende Mäusebussard der mir den laubverlorenen, bereits aufgegebenen Schlüssel zeigt. Kirschen vom Baum klauen. F’Murrs Schaf-Comics. Eintauchen.

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Der großzügige, gnädige Chef. Das begrabene Kriegsbeil beleidigter Leberwürste. Eine unerwartete Begegnung mit Überraschung und Humor. Die Praline nach verpatztem Vorstellungsgespräch. Die warmen trockenen Kleider nach dem Regenguss.

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Offene Türen. Verschollene alte Freunde wiedersehen. Der leuchtende Regenbogen vor düsteren Wolken: je dunkler sie werden desto schöner schillern die Farben. Nach drei Tagen Regen den verlorenen Schal trocken auf einem Pfahl wiederfinden. Gastfreundschaft.

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Den richtigen Weg finden nach stunden-, tage-, monate-, jahrelanger Suche. Gipfel stürmen. Bei der Quelle ankommen. Weitergehen: Grenzen erweitern, Hindernisse beseitigen, Mauern überwinden. Wissen, was wirklich wichtig ist. Reisen. Koffer packen.

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Eine Frau mit Zwillingskinderwagen sehen. Eine Kugel Eis geschenkt bekommen. Eine gute Idee haben. Zufällig einen Bekannten treffen. Eine kleine Aufmerksamkeit. Wissen, dass man geliebt wird. Ein Vollbad bei Kerzenschein. Gesund werden.

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An der Kassenschlange vorgelassen werden. Ein Lächeln im Vorbeigehen. Bei der Jahresstromabrechnung etwas erstattet bekommen. Zusehen, wie sich die Gäste auf der Party sichtlich amüsieren. Kleine Lichreflexe, die durch Prismen im Zimmer entstehen.

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In der Stadt eine Wolke Kaffee-Duft durchqueren. Jemanden, den man aus den Augen verloren hat, zufällig wiedertreffen. Schoko-Eis im Tiefkühlfach. Alte Menschen, denen ihr glückliches Leben in den Gesichtern geschrieben steht. Stangeneis auf dem Balkon.

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Wenn einem plötzlich von einem Fremden auf der Strasse ein halbes Brot geschenkt wird, als man gerade festgestellt hat, dass kein Bäcker mehr geöffnet hat. Immer wieder spüren, dass Menschen einem vertrauen. Die Wasserlichtspiele in Planten un Bloomen.

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Einen neuen Ohrwurm entdecken und tagelang immer nur das eine Lied hören, freudestrahlend mitsingen und allen Freunden von der Neuentdeckung erzählen. Einen verirrten Schmetterling wieder aus der Wohnung ins Grün befreien und fortfliegen sehen.

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Ein heißes Bad mit einem Glas Rotwein, Kerzen und leise dudelnder Morcheeba-CD. In alten Schallplatten wählen und sie mit ihrem schönen Knistern anhören. Am Hans-Albers-Platz morgens um vier Uhr ein heißes Stück Pizza essen. Strahlende Kinderaugen.

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Mit fremden Menschen ein Lächeln austauschen, wenn mal wieder jemand der Allgemeinheit irrwitzige, laute Monologe zur Verfügung stellt. Eine neu entdeckte Lieblingsfarbe. Das Zimmer umräumen. Ein tolles Buch entdecken. Sich einfach mal eine Auszeit nehmen.

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In der Natur sitzen und diese einfach genießen. In den Zoo gehen. Freunde in anderen Städten besuchen. Zum Studententarif in ein gutes Theaterstück gehen können. Tierbabies beobachten. Beim ersten gesprochenen Wort eines Kindes dabei sein.

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Nachts im Regen ohne Schutzbleche und Licht Mountainbike fahren. Abends auf der Krähenwiese in ein Spontan-Konzert mit Bongos, Didgeridoo etc. geraten. An einem Sonntagmorgen mit der besten Freundin und einer Thermoskanne Tee an der Elbe frühstücken.

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Sich aufraffen, zum Sport gehen und danach völlig fertig unter die Dusche hüpfen. Am Sonntagmorgen im Bett frühstücken und A-Team gucken. Mit dem Fahrrad und dem Discman durch die City heizen und dabei laut sein fetzigstes Lieblingslied hören.

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Um 18 Uhr Feierabend haben und die Sonne lacht immer noch. Samstagnachts ein Taxi bekommen. Beim Lesen des kleinen Glücks GLÜCK empfinden. Einem Marienkäfer Starthilfe verschaffen. Ein tanzender Schmetterling in der Luft. Ein liebes Wort zur rechten Zeit.

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„Kleine“ Geschenke: Das neue Handy. Anrufe. Die Einladung. Ermutigung. Zuspruch. Die lebenslustigen, Pirouetten drehenden Delphine. Strandgut: die Muschel, die Blüte, die Kerze und die Flaschenpost auf dem Weg. Ein Schluck schwerer süßer Wein.

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Die Entdeckung der Relativitätstheorie: also schwer und träge werden wie die Gravitationskraft und andere Beziehungsprozesse beschleunigen lassen. Die Koordinaten neu stellen. Also zum Vakuum werden und sich am Tanz der Lichtstrahlen freuen. Sie durchdringen lassen.

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Die zerbrechliche, goldene Schnecke – kommt sie bei dem Tempo auch ans Ziel? Wohin will die Schnecke? Sie ein Stück mitnehmen.

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Ein Glück ist es,

die Gabe der inneren Ruhe fernab jedes Konsumzwanges zu haben, denn sie ermöglicht es uns zu lernen, wieder wie ein Kind die Details der Natur und der Dinge zu sehen und sie kurios zu finden. Schneidet man einen Apfel quer in der Mitte durch, findet man, dass das Kerngehäuse sternförmig ausgerichtet ist und das Fruchtfleisch darum herum eine ganz eigene Struktur aufweist. Es ist einfach schön zu sehen, dass selbst so etwas – scheinbar Unbedeutendes – wie ein Apfel ein so kunstvolles Erscheinungsbild offenbart. Außerdem kann die Freude sehr groß sein, für Momente alle Alltagssorgen hinter sich zu lassen und mit einem Kind zu spielen; die wachsenden Fähigkeiten des Kindes wahrzunehmen, seine Gesichtszüge zu beobachten und mit ihm zu lachen und zu jubeln, wenn es gewinnt!

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Glück.

Das ist der Rausch, der es vermag, alle Regeln außer Kraft zu setzen. Das ist das Gefühl schwerelos zu sein und die Lichtgeschwindigkeit überholen zu können. Das ist der Moment im Leben, in dem man auf der Fernbedienung den Pauseknopf drücken möchte. Das ist der unbeschreiblichste, schönste und wahrhaftigste Moment, den wir jemals empfinden können.

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Mein kleines Glück

Jeden Morgen steige ich an der Holstenstraße in die S 21 um und setze mich auf einen Platz auf der rechten Seite, in entgegengesetzer Fahrtrichtung. Dann mache ich die Augen zu. Die Sonne wärmt mich dort auch bei wolkigem Wetter auf. Es ist ein tägliches Auftanken meiner inneren Ruhe.

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Glück

Das Glück

kommt zu mir

wenn Du

meinen Rest

der Handcreme

übernimmst

oder

statt PC

WC verstehst

und lachst

oder im Schlaf

plötzlich

*niemals* sagst,

weil Du mich

nicht kneifen würdest,

wie Du sagst:

niemals.

Auch kommt es,

wenn ich abermals

eine neue

Seite an Dir

entdecke,

Dich langsam

entblättere

und Deine Schale

aufbrechen sehe.

Darunter ist Gold.

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Das Gespür für das kleine Glück bewahren.

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Idee und Realisation: Annette Schnieder (Hamburg)
Mitwirkende: Fernando Puntigliano (Hamburg) ~ Bettina Klein (Kiel) ~ Rainer Müller (Bramsche) ~ NN (Hamburg) ~ Frank Schnieder (Osnabrück) ~ Anna Krolzcyk (Hamburg) ~ B. (Winsen/Luhe) ~ Anke Timmann ~ Olivia Peters (Hamburg) ~ Swana B. Runge (Hamburg) ~ Ein Stein aus (Hamburg) ~ Frederike Lehmann (Hamburg) ~ Konstantin Kowalski (Hamburg) ~ Stephanie Jordan (Hamburg) ~ Tania Elcome (Hamburg) ~ Sara Wigger (Hamburg) u.a.

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...nutze ich als Privat­person um mich über meine persönlichen Ansichten mit anderen auszu­tauschen, um persönliche Erfahrungen zu teilen oder diese zu reflektieren.
In meinem Referendariat habe ich begonnen, dieses Blog als Portfolio meiner Aus­bildung nutzen. Auch nach meinem Referendariat möchte ich mein Portfolio hier im Blog fortführen.
Ich freue mich über interes­sierte Leser und interes­sante Kom­mentare oder Diskus­sionen. Da ich in diesem Blog als Privat­person auftrete bevorzuge ich hier ein freund­liches, gegen­seitiges Du.

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