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Die Sache mit der Mobilität

Mobilität ist eine der Daseinsgrundfunktionen. Wir können und werden sie nicht abschaffen. Und wir sollten das auch nicht. Allerdings sollte Konsens darüber bestehen, dass wir die durch die Mobilität erheblich zu viel CO2 produzieren.
Alternativen müssen her.
Möglichst schnell.

  • Wie wollen wir morgen zur Arbeit kommen?
  • Wie wollen wir morgen in die Schule kommen?
  • Wie wollen wir morgen in den Urlaub kommen?
  • Wie wollen wir uns morgen versorgen?

tl;dr

Lasst uns Stromkabel in die Straßen schmeißen und lasst den Individualverkehr auf Viaduktstrecken oder in Tunneln autonom erfolgen. Das hat diverse Vorteile.

Vielen Menschen ist kaum bewusst, dass mobil sein keinen Wert an sich darstellt. Es geht meistens nur darum von A nach B zu reisen weil man sich am Ort B aufhalten will oder muss. Vor allem die Anbieter von Mobilität haben ein Interesse daran, uns glauben zu lassen, dass wir gerne auf eine bestimmte Art reisen möchten. Dabei wollen wir das in der Regel nur schnell, sicher und bequem. Nur in Ausnahmefällen hat auch Mobilität einen Wert an sich.
Viele Die meisten Reisen könnten also auch in Bezug auf die CO2-Bilanz optimiert werden.

  1. Reisen innerhalb der Stadt, egal ob zur Arbeit, zur Schule, zu Freunden oder…
    Unsere Städte wachsen immer weiter. Wohnraum wird in begehrten Lagen immer teurer, die Städte breiten sich in die Peripherie immer weiter aus, in der Folge werden tägliche Reisestrecken immer länger. Zugleich werden riesige Flächen von Fahrzeugen beansprucht. Mehrspurige Straßen, beidseitig von Parkplätzen flankiert, dazu riesige Parkplätze vor Supermärkten dazu Parkhäuser und Tiefgaragen. Dabei wir jedes Auto in der Regel weniger als 5% des Tages genutzt.

    • Wir brauchen eine einheitlichen Standard für die Stromversorgung für ein fahrendes Auto, ähnlich wie die Stromabnehmer an U-Bahnen. Die Stromversorgung kann kontaktsicher in der Straße versenkt werden und mit einer Sollbruchstelle sicher mit dem Auto verbunden werden.
    • Wir können so große Akkus in den Autos einsparen. So belasten wir die Umwelt durch die Akku-Produktion nicht übermäßig. Ein Akku mit einer Reichweite von maximal 50km würde völlig ausreichen um den Weg von der Hauptstraße ins Wohngebiet zu überbrücken. Außerdem können fahrende und ruhende Autos als Stromspeicher fungieren und so Schwankungen in der Produktion von Ökostrom oder im Strombedarf ausgleichen.
    • Wenn die Fahrzeuge autonom unterwegs sind, können wir sie auf besonderen Trassen auf Viadukten oder in Tunneln fahren lassen. Wenn die Fahrzeuge miteinander kommunizieren, können sie sich auf längeren Strecken zu kleinen Zügen verbinden und so weitere Energie einsparen. An den häufigen Knotenpunkten können die Autos von der Viaduktstrecke herunterfahren und direkt in der „Bürogarage“ oder vor der Wohnungstür anhalten.
    • Wird das Auto nicht gebraucht, holt es einen anderen Fahrgast ab oder parkt bei geringem Verkehrsaufkommen in einem platzsparenden Garagenturm an zentralen Orten oder vor der Stadt.
    • Um weniger Fahrzeuge zu benötigen kann die Arbeitszeit flexibilisiert werden. Wenn der Arbeitnehmer von 9 bis 5 im Büro arbeiten muss und zu den Stoßzeiten reisen muss zahlt der Arbeitgeber einen Dringlichkeitszuschalg.
    • Wer eine Fahrt benötigt, kann ein Fahrzeug in der benötigten Größe per App bestellt werden.
    • Dort wo vorher Autos fuhren oder parkten werden Parkanlagen errichtet die zum flanieren und Rad fahren einladen. Es werden Bäume gepflanzt die CO2 aus der Atmosphäre binden und das Klima in den Städten in den heißen Sommermonaten erträglicher machen.
    • Der Öffentliche Nahverkehr wird auf der gleichen Basis weiter ausgebaut. So können unterschiedliche Mobilitätsanbieter miteinander konkurrieren, die Infrastruktur wird zentral von staatlichen Stellen bereit gestellt.
  2. Reisen zwischen Städten oder in die Peripherie
    In einer weiteren Ausbaustufe können auch das Umland und Autobahnen aufgerüstet werden

    • Auch auf längeren Strecken oder bei Fahrten in das Umland können autonome Autos zum Einsatz kommen. Die Autobahnen werden durch ein- bis zweispurige Trassen mit Stromversorgung ersetzt. Es gibt auf vielen Strecken eine Spur für Eilige.
  3. Transnationale Reisen oder Interkontinentalreisen
    • Ein dichtes Netzwerk von Hochgeschwindigkeitszügen ermöglichen schnelle, sichere und CO2-arme Reisen über das Festland. Der Transrapid oder der Hyperloop dienen hier als hervorragende Beispiele.
    • Wenn Flugreisen nötig sind, könnten sie standardmäßig elektrisch erfolgen. Hier liegt vermutlich die meiste Entwicklungsarbeit noch vor uns. Aber ein Start mit einer Propellermaschine ist prinzipiell auch mit Elektromotoren möglich. Energie für die Reise kann während des Fluges über den Wolken zumindest tagsüber per Solarzellen gesammelt werden. Für die Landung – bzw. ein eventuell nötiges Durchstarten der Maschine – müssten in Akkus elektrische Energie mitgeführt werden. Heutige Flugzeuge haben einen Tank in der Größenordnung von 20t. das könnte statt dessen auch an Akku-Masse mitgeführt werden.
    • Die wenigen Reisen die unbedingt nachts oder schneller als mit einem Elektroflugzeug möglich erfolgen müssen können mit traditionellen Flugzeugen zu entsprechenden Preisen erfolgen.

Veröffentlicht in Allgemeines Ansichtssache Klimawandel

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